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Kein Frieden in Sicht!

Der israelisch-palästinensiche Konflikt hat in den letzten Tagen einen weiteren traurigen Höhepunkt erreicht. Militante Palästinenser beschießen israelische Ortschaften. Israel antwortet promt mit massivem Beschuss des Gazastreifens. Die Folge sind zahlreiche Opfer, vor allem in der Zivilbevölkerung und eine ständig weiter eskalierende Gewaltspirale auf beiden Seiten. Wie aber nun aus der Krise herauskommen? Scheitert die internationale Politik erneut vor der entfesselten Gewalt der Konfliktparteien?
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Der seit Jahrzehnten existierende Konflikt zwischen Israel und Palästina flammt derzeit mit einer Heftigkeit auf, der sich zu einem Flächenbrand in der Region ausweiten kann. Folgen und Ausgang ungewiss. Immer wieder gibt es seit der Gründung des Staates Israel 1948 bewaffneten Auseinandersetzungen mit den Nachbarstaaten, allen voran Palästina. Nach Jahren relativer Ruhe hat sich die Lage seit Mai zwischen den Konfliktparteien erneut zugespitzt.

Grund für die erneute Eskalation

Seit Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan haben die Zusammenstöße zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern in Ost-Jerusalem, vor allem an der al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg zugenommen. Die Spannungen entluden sich, weil die Polizei Bereiche der Altstadt Jerusalems abgesperrt hatte, um Versammlungen zu verhindern. Aus palästinensicher Sicht ein besonders heikler Schritt, da das besonders umstrittene Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines zukünftigen Palästinenserstaates betrachtet wird. Vom Gazastreifen aus wurden erstmals seit 2014 hunderte Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Das israelische Militär reagierte seinerseits mit heftigen Luftangriffen. In vielen arabischen Ortschaften Israels sowie in Teilen des Westjordanlands kam es ebenfalls zu Unruhen. Steht dem Heiligen Land ein Bürgerkrieg zwischen arabischen und jüdischen Israelis bevor?

Nahost-Konflikt: Worum geht es?

Im ungelösten Konflikt zwischen Israel und Palästina geht es vor allem um territoriale Ansprüche auf das Gebiet zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer. Der Staat Israel erstreckt sich über einen Großteil dieses Gebiets. Die Palästinenser ihrerseits kämpfen für einen unabhängigen palästinensischen Staat in den Gebieten, die Israel während des Sechs-Tage-Kriegs 1967 besetzt hat: das Westjordanland, Ost-Jerusalem und der Gazastreifen. Aus palästinensischer Sicht ist das besonders umstrittene Ost-Jerusalem die Hauptstadt eines zukünftigen Palästinenserstaates. Ungeklärt sind außerdem der Umgang mit Geflüchteten aus den vergangenen Konflikten, die Siedlungspolitik Israels sowie der Verlauf der Grenze.

Informationen und Vorträge zu diesem Thema:

Dr. Antonia Rados

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