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Börse vs. Immobilie

Seit 2010 kennen die Immobilienpreise nur eine Richtung - nach oben. In den letzten zehn Jahren haben sich die Preise Wohnraum und Grundstücke nicht nur in den Ballungsräumen verdoppelt. Auch die Coronakrise konnten den Trend nicht kippen. Die Flucht ins Betongold ist angesichts der Niedrigzinsphase ungebrochen. Aber hält dieser Trend an?

Während der Immobilienmarkt magels geringer Zinsen weiterhin Wachstum verbucht, war das Bild an den Börsen die letzten Jahr uneinheitlich. Tief stecken die geplatzte Dot-Com Blase im Jahre 2000 und die Finanzmarktkrise 2008 im Bewustsein der Sparer. Die Pleite von Wirecard zeigte erneut gravierende Schwächen staatlicher Aufsicht. Enttäuschend die Kursentwicklungen vermeindlicher "Volksaktien". 15 Jahre benötigte der DAX um sein Allzeithoch aus dem Jahr 2000 nachhaltig zu überflügeln. Gleichzeitig senken Lebensversicherer ihren Garaniezins. Kleine Riestersparverträge werden immer unrentabler angesichts der steigenden und ohnehin hohen Kosten. Eine unglaubliche Geldvernichtung getrieben durch eine nie so lang anhaltende Niedrigzinsphase geht mit

Und doch hat sich die letzten Jahre einiges am Börsengeschehen verändert. Zahlreiche Online-Broker sind gerade für eine jüngere Generation zu verlockend, um nicht selbst sein Glück an der Börse zu versuchen. Flexibel, schnell und kostengünstig kann Wissen angeeignet und eigene Erfahren mit Anlagestrategie und Handeln ausprobiert werden.

Coronakrise - Gesellschaft teilt sich in Verlierer und Gewinner

Doch die Börsen dieser Welt sind und bleiben ein launisches Wechselspiel der Märkte. Während in der Pandemie viele klein- und mittelständische Unternehmen oder Soloselbstständige leiden, wird nach dem ersten Lockdown im März 2020 schnell klar: Nicht alle Branchen und Unternehmen leiden gleichermaßen unter den aktuellen Beschränkungen. Während sich Technologiewerte nach dem Tiefststand im März 2020 schnell wieder erholt haben - sogar massiv von der Pandemie profitiert haben, kämpfen nichtbörsennotierte Unternehmen und "Einzelkämpfer" je nach Branche um ihre Existenz. Die verschieden gespannten Netze der staatlichen Hilfsprogramme greifen oft nicht für alle Betroffene. Zudem erfordern sie zusätzliche Beratungs- und Kostenaufwendungen für Steuerberater oder Rechtsanwälte mit ungewissem Ausgang für die Antragsteller. Nachdem die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht zum 1. Mai 2021 beendet wurde, wird sich zeigen, wie engmaschig und effektiv die Hilfsmaßnahmen tatsächlich waren.

Die Börsen im Höhenflug

Der Einbruch der Börsen im März konnte schon nach wenigen Wochen wieder ausgeglichen. Die Wahl von Joe Biden zum 46. US-Präsidenten und die damit verbundenen Hoffnungen einer gemäßigten Politik beflügelte insbesondere die Aktien von Technologie- und Rohstoffwerten. Spektakuläre Spekulationen mit Gamestop oder

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