Raimund Brichta  
 
Vortragszusammenfassung:

Wahre Werte


Da ist doch was faul: Die Deutschen halten die gesetzliche Rente für immer unsicherer, aber statt deshalb mehr Geld in die private Vorsorge zu stecken, tun sie das Gegenteil. Sie knausern mit den privaten Rentenbeiträgen und zahlen weniger ein, manche kündigen ihre Verträge sogar und ziehen Geld ab. Insgesamt sind so die Ausgaben der Deutschen für private Altersvorsorge zuletzt sogar gefallen.

Manche Experten sind verdutzt und sehen darin einen Widerspruch, den sie allenfalls mit „Ratlosigkeit, Apathie und Schockstarre“ im Gefolge der Finanzkrise erklären können. Aber ist es wirklich ein Widerspruch? Ist es wirklich Apathie? Ist es nicht eher ein gesundes Misstrauen gegenüber einem
Finanzsystem, das von einer Krise zur nächsten schlittert und das die Frage aufkommen lässt, ob das Geld, das man jetzt anspart, im Alter überhaupt noch vorhanden sein wird? Viele Leute scheinen einfach ein Gespür dafür zu haben, dass die weltweite Spirale aus immer mehr Schulden und immer mehr Geld ihrer Altersvorsorge in irgendeiner Weise gefährlich werden könnte.

Da ist es nur folgerichtig, dass sie vorsichtiger werden und nach neuen Antworten auf die Frage nach der richtigen Altersvorsorge suchen. Immer mehr Leute stoßen dabei sogar auf eine uralte Antwort, nämlich auf Gold. Ja, Sie haben richtig gelesen: Gold hat inzwischen bei mehr Leuten den Ruf, eine
besonders sichere Altersvorsorge zu sein, als etwa private Rentenversicherungen, Lebensversicherungen, Sparbriefe oder festverzinsliche Wertpapiere. Das gibt zu denken, zumal bei vernünftiger Überlegung schnell klar wird, dass sich die Altersvorsorge einer ganzen Generation niemals auf ein einzelnes Metall aufbauen lässt.

Nun kann man über diese Entwicklung lamentieren und darauf hoffen, dass alles wieder so wird, wie es einmal war. Man kann aber auch die Chancen erkennen, die sich dahinter verbergen, und sich darauf einstellen. Denn was wollen diese Leute wirklich? Sie wollen mehr Sicherheit für ihre Altersvorsorge, sonst nichts. Oder anders ausgedrückt: Sie sind auf der Suche nach wahren Werten, die auch in stürmischen Zeiten nicht so leicht hinweggepustet werden. Edle Metalle gehören
unbestritten dazu, sie sind aber lange nicht alles. Wahre Werte findet man auch woanders.

Zum Beispiel bei Aktien solider Unternehmen, die wenig Schulden haben, hohes Sachvermögen und eine gute Marktstellung, so dass sie Krisen gut überstehen. Oder man findet sie in Grund und Boden, der nicht in überteuerten Regionen liegt. Ja man findet sie sogar in Anleihen, sofern es sich um wirklich starke Schuldner mit bester Bonität handelt.

Also: Wahre Werte gibt es genug, man muss sie nur für die Altersvorsorge zugänglich machen - am besten über Fonds, die sich genau diesen Anlagezielen verpflichten.  Bereits jetzt ist die Nachfrage nach solchen Produkten groß, und je mehr von ihnen ins Angebot kommen, desto munterer werden die vorsorgemüden Deutschen auch wieder werden. Dies wird ein Trend der nächsten Jahre sein,

meint Ihr Raimund Brichta (06/2012)
 



 
 
 
 
     
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