Günter Ederer  
 
Vita:

 

Ein Journalist aus Leidenschaft. 1941 in Fulda geboren stand für ihn schon in der Schule fest, dass er Journalist werden wollte. Nach seinen Lehrjahren bei Tages- und Wochenzeitungen fand er früh den Weg zum Fernsehen.

Zuerst drei Jahre beim Südwestfunk Baden-Baden, dann ab 1969 beim ZDF, wo er ab 1971 die renommierte Wirtschaftssendung "Bilanz" mitgestaltete. Von 1984 an berichtete er als Fernostkorrespondent des ZDF sechs Jahre aus Tokio über die Umbrüche in Asien.

1990 hat sich Günter Ederer gemeinsam mit seiner Frau Anke selbstständig gemacht. Als Filmproduzent und Wirtschaftspublizist hat er mittlerweile in 62 Ländern Filme produziert.

Seine klare Sprache, aber auch seine kompromisslose Recherche hat ihm mittlerweile 23 Filmpreise und Auszeichnungen eingebracht.

 

Darunter den Karl-Bräuer-Preis des Bundes der Steuerzahler, den Deutsche Wirtschaftsfilmpreis, den Medienpreis der Johanna-Quandt-Stiftung, zweimal den deutsch-französischen Journalistenpreis und sogar fünf Mal den Ernst-Schneider-Preis der Deutschen Industrie und Handelskammern. 2002 erhielt er den Deutschen Fernsehpreis für seine ARD-Reportage "Menschenpoker", die sich mit dem Arbeitsmarkt auseinandersetzte. 2003 wurde ihm der Ludwig-Erhard-Preis verliehen. Letzte Auszeichnung im Jahr 2006 war die Hajek-Medaille der Friedrich A. von Hajek-Gesellschaft. Damit ist Günter Ederer einer der am meisten ausgezeichneten Wirtschaftsjournalisten Deutschlands.

Seine Bücher über Japan Das leise Lächeln des Siegers und China Der Sieg des himmlischen Kapitalismus standen auf den Bestsellerlisten. Das Japan-Buch wurde ins Japanische übersetzt und war in Tokio auf Platz 5 der Sachbücher.

Sein Buch Das Erbe der Egoisten - wie unsere Generation die Zukunft Deutschlands verspielt, das er mit seinem Sohn Peer schrieb, stand fast ein Jahr auf Platz 2 der deutschen Wirtschaftsbuch-Bestsellerliste und wurde vom Bundesverband der Unternehmensberater als "Buch des Jahres" ausgezeichnet. Über sein letztes Buch: "Die Sehnsucht nach einer verlogenen Welt" schrieb die FAZ: "Ein Massengrab für heilige Kühe".

"Für mich heißt Journalismus sich einmischen", bekennt Ederer, der nichts von der Formel hält, dass Journalisten sich nicht gemein mit einer Sache machen dürfen. "Das strotzt nur so vor Scheinheiligkeit und wird vor allem von denen verlangt, die fest in einer parteipolitischen Ausrichtung verankert sind", beschreibt Ederer seine Position. "Ich bekenne mich kompromisslos zu einer freiheitlichen Welt- und Wirtschaftsordnung, nicht weil ich diese aus Büchern zusammen gelesen habe, sondern weil ich in den 62 Staaten, in denen ich gearbeitet habe, erlebt habe, dass nur Freiheit Frieden und Fortschritt sichern. Dafür lohnt es sich zu arbeiten." (G. Ederer 3/11)

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	(1) FAZ 2001 Nr. 54</p>


 
 
 
 
     
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